Fr
24
Apr
2009
how to teach
Egal ob du jemandem Nachhilfe gibst, Tutor bist, einen Vortrag zu halten hast oder vielleicht sogar hauptberuflich unterrichtest, meine bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass folgendes wichtig ist:
- Beginne einfach
Beginne besser zu einfch als zu schwierig und unverständlich. Hol deinen Schüler bei seinem jetzigen Wissens- und Fertigkeitenstand ab
Binde Neues in das vorhandene Wissen ein! Finde den Punkt wo du anknüpfen kannst. Schaffe außerdem eine angenehme Atmosphäre.
- Gehe vom Groben zum Detail - Immer!
Denn nur wer von Anfang an den Überblick hat kann Zusammenhänge verstehen und schnell lernen. Und wer am Anfang schon nicht den Überblick hat, der hat ihn nie!
- Wecke Motivation und Begeisterung schon von Anfang an
Was uns begeistert, das interessiert uns auch. Und was uns interessiert, das merken wir uns auch leicht. Und das wiederum führt zu schnellerem Weiterkommen und Erfolgen, die gut für die Motivation sind. So einfach ist das. Begeisterung! - Erkläre es als wäre es ganz einfach!
Lass die ganzen schwierigen Fachausdrücke, komplizierten Dinge und unnötigen Sachen weg und versuch es zu erklären,so dass es auch ein Kind oder deine Großmutter verstehen. Und wenn das dann klappt, kannst du nach und nach die schwierigeren Dinge einflechten.
- Schaffe Erfolge
Wenn du Punkt 1 bis 4 befolgst, stellen sich die Erfolge bei dem der von dir Lernen will fast ganz von alleine ein. Hab Geduld - wenn jemand etwas nicht versteht, bist immer du schuld! Dann musst du eben einen anderen Zugang finden, mehr begeistern, vereinfachen und selbst nach dem Fehler suchen und an dir arbeiten.
- Schritt für Schritt aufbauen
Lass dich nicht dazu verleiten, nach den ersten Erfolgen zu schnell weiter zu springen. Flechte neues beharrlich ein. Finde die Balance zwischen langweilig und überfordernd. Check das Verständnis und die Aufnahmefähigkeit.
- Besser kurze spannende Einheiten als langweilige lange.
Wir haben alle nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit. Mach Pausen und halte die einzelnen Kapitel knapp. Salami schmeckt dünn aufgeschnitten auch besser!
Und ein besonderer Trick: wenn man alle unnötigen Floskeln und irrelevanten Dinge weglässt und den Fokus auf eine kurze Einheit legt, werden die Dinge auc leichter verständlich.
- Mach den Nutzen der Dinge klar!
Es gibt fast nichts schlimmeres als nicht zu wissen wofür manche Lerninhalte gut sein sollen. Also erkläre warum genau dieser Inhalt gebraucht wird, und stelle Verknüpfungen zwischen dem Neuen und bereits bekannten Dingen her. Achte wiederum auf Begeisterung - sag nicht nur wofür etwas gut ist, sondern warum es genial ist.
- Fasse alles schriftlich einfach und nachvollziehbar zusammen und gib es dem der von dir lernen möchte!
Wichtig vor allem bei komplexen Abläufen, Berechnungen aber auch bei alltäglichen Dingen und beim erlernen von z.B. sportlichen Fähigkeiten ist immer eine Art schriftlicher Leitfaden. Dieser spiegelt das Grundgerüst der Sache wieder und soll einfach und absolut verständlich sein! Wenn du zum Beispiel einen Leitfaden zum Lösen eines speziellen Matheaufgabentyps verfasst, muss dein Schüler auch ohne deine Hilfe jede einzelne Aufgabe dieses Typs lösen können.
Fasse immer das zusammen was du individuell mit deinem Schüler gelernt hast und gibt ihm dieses Grundgerüst!
- Beschäftige dich mit der Kommunikation - Encoding/Decoding
Geh davon aus, dass nicht jede Botschaft so ankommt, wie du sie ausgesendet hast.
Also stelle Verständnisfragen, variiere deine Botschaft und finde eine Ebene in der ihr relativ klar kommunizieren könnt. Finde den Zugang!
- Lass deinen Schüler selbstständig zusammenfassen und es dir erklären
Man sagt auch lernen durch lehren dazu. Du siehst genau was gut verstanden wird, und wo noch etwas nachjustiert werden muss. Und eine gute Zusammenfassung ist wie ein weiteres Erfolgserlebenis und die Bestätigung "Hey, Ich kenn es!"
- Wecke Neugierde und zeig deinem Schüler wie er selbst weiterkommt
Sorge für das nötige Rüstzeug für weitere Erfolge. Vermittle Eigenständigkeit und Kreativität, dann werden die Leute ganz von alleine weitermachen und vielleicht eines Tages selbst andere begeistern.
Lernen soll keine Qual, sondern ein lustiger, spannender Prozess sein. Neugierde ist dem Menschen angeboren und wir sind darauf programmiert interessante, neuartige, spannende Dinge einfach und leicht zu lernen.

